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Osteopathie und Phoniatrie

Veröffentlicht am 25.04.2016

Redner und Sänger sind zur Ausübung ihrer Berufe auf die Stimme angewiesen. Genau deshalb sollte die Stimme gerade von diesen Berufsgruppen besonders gepflegt werden. Die Stimme liebt Wärme. Bei Erkältungen kann ein Tuch, das nachts im Bett getragen wird, die Stimme auf die Aufgaben des kommenden Tages vorbereiten. Unterstützend kann man tagsüber Holunderblütentee trinken. Alkohol und Nikotin sind zwei Stimmstressoren, dies gilt auch für das Passivrauchen. Lange Kneipenbesuche am Abend vor wichtigen Auftritten, sei es als Redner oder Sänger, sollten vermieden werden.

Es kommt es in dieser Umgebung zu einem unnatürlich lauten Sprechverhalten. Dies wird meist durch erhöhten Druck auf die Stimmbänder erreicht. Erste Hilfe kann hier ein Salbeiblatt bringen, welches langsam im Mund zerkaut wird. Geschmacklich ist dieser Vorgang für manche gewöhnungsbedürftig, aber für die Stimme ist dies wirklich die "Kreide" und die soll ja bekanntlich dem Wolf bei den sieben Geißlein nützlich gewesen sein ;-).

Die Körperhaltung stellt einen wesentlichen Faktor für die Stimmkraft dar. Die Positionierung des Kopfes beeinflusst die "Schwebehaltung" des Kehlkopfes. Angespannte Muskulatur im Hals- (vorn und hinten) und Mundbereich kann die Stimmbandfunktion beeinträchtigen. Das gleiche gilt auch für die Funktion der Rippen. Durch Heben und Senken wird die Atmung unterstützt. Dabei klappen die seitlichen Rippenanteile wie ein Eimerhenkel auf und ab. Die Bewegung der Rippenteile nahe dem Brustbein funktioniert wie ein Pumpenschwengel als Auf- und Abwärtsbewegung. Die Rippenbewegung erfolgt bei der Sprechstimme schneller als bei der Singstimme - der Sänger verlängert diese Bewegung künstlich, um einen gleichmäßigen und länger anhaltenden Ton zu erzeugen. Im Zwischenraum zwischen der 5. und 6. Rippe verläuft die obere Grenze des Zwerchfells. Das ist weitaus höher als mancher vermuten mag. Jeder kann bei sich selbst unterhalb des Schlüsselbeins die zweite Rippe spüren und kann durch einfaches Abzählen den Rippen folgen. Atmung sollte beim Sprechen und Singen nicht nur forciert werden - Ziel ist es, mit dem Atem zu agieren. Dazu gehört auch, Einatemgeräusche zu Beginn eines Sprech- oder Gesangsvorgangs zu vermeiden. Man kann es beim Sprechen oder Singen beobachten - das hörbare Einatmen geht meist mit einem Anheben der Schultern einher. Die Atemräume werden dadurch eher verengt. Zu guter Letzt gilt es immer zu bedenken, dass die Stimme als Ausdrucksform die Summe der körperlichen und mentalen Gegebenheiten des Menschen ist.

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