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Erfolgreiche Naturheilkunde

Veröffentlicht am 06.09.2018

Gibt es Studien zu naturheilkundlichen Verfahren und Arzneimitteln? Und sind Nachweise der Wirksamkeit erstellt worden?

Die Naturheilkunde ist eine Erfahrungsheilkunde. Viele traditionelle Arzneimittel wurden nach dem Prinzip: 'heilendes Mittel + unterstützendes Mittel + Mittel gegen Nebenwirkungen + geschmacksverbessernde Mittel + Mittel zur Verhinderung Entmischung der Bestandteile' zusammengesetzt. So kamen durchaus fünf bis zehn Substanzen in einem Medikament zusammen. Mit Inkrafttreten des Arzneimittelgesetzes im Jahr 1978 konnte für diese Arzneimittel ein Nachzulassungsverfahren beantragt werden. Diese Nachzulassung musste im Jahre 2005 abgeschlossen sein und hat sich für die herstellenden Firmen als sehr finanzintensiv erwiesen. Es mussten Nachweise erbracht werden, dass jeder Wirkstoff in der gewählten Dosierung entweder die Wirksamkeit des Präparats im vorgegebenen Anwendungsgebiet fördert oder unerwünschten Effekten entgegenwirkt. Enthielt das Arzneimittel Stoffe, die den eben genannten Kriterien nicht entsprechen konnten, wurde die Nachzulassung nicht bestanden. Alternativ konnte die Firma dieses Mittel registrieren lassen und damit nur ohne Angabe eines Anwendungsgebiets in Verkehr bringen. Somit konnte eine Reihe traditioneller Arzneimittel erhalten werden, wenn auch leider nicht alle.

Wirksamkeitsnachweise für Einzelsubstanzen werden anhand von Studien nach bestimmten pharmazeutischen Kriterien durchgeführt, die sich nicht ohne weiteres auf Gemische übertragen lassen. Es fehlt momentan an einem geeigneten Procedere für Mehrstoffsubstanzen, das verlässliche und wiederholbare(!) Ergebnisse liefert und damit Wirksamkeit nachweisend gilt. Trotzdem gibt es aber durchaus Studien zu naturheilkundlichen Arzneimitteln und Verfahren. Die Carstens Stiftung informiert auf ihrer Webseite über diese Studien. Erfolgreiche Ergebnisse gab es zum Beispiel beim Einsatz von Ohrakupunktur begleitend zur durch Chemotherapie hervorgerufene Verstopfung bei Brustkrebspatientinnen. Hirtentäschelkraut erwies sich als unterstützend in der Behandlung von Blutungen nach Entbindungen bei gleichzeitigem Einsatz von Oxytocin. Osteopathische Behandlungen nach einer Herz-Operation mit Eröffnung des Brustraums (Sternotomie) bewirkten eine verkürzte Aufenthaltsdauer im Krankenhaus sowie eine Verringerung der Schmerzmittelmedikation.

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