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Ihre Schuhgröße bitte!

Veröffentlicht am 25.08.2016

Wie oft haben wir diese Frage schon beantwortet - aber wer ist sich dabei bewusst, dass der Fuß genauso lang ist wie der Unterarm – ??? Schauen wir uns das Strichmännchen an, scheint das nicht  zuzutreffen, aber probiert es bei Euch selbst aus.

An unsere Füße werden enorme Anforderungen gestellt, trotzdem nehmen wir sie meist erst wahr, wenn sie schmerzen. Gehen ist ein komplexer Vorgang, bei dem der Fuß zuerst mit der Ferse aufgesetzt und dann das Hauptgewicht über die Außenkante des Fußes auf den Vorderfuß (Ballen) übertragen wird, damit man sich mit der Großzehe abdrücken kann in die Schwungphase. In der Standphase sollte das Gewicht auf möglichst viel Fuß verteilt werden, um die Belastung einzelner Regionen gering zu halten.

Oftmals hat man aber den Großteil des Gewichtes auf den Vorfuß verlagert oder eben hinten auf die Ferse. Dies hat völlig unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper. Folgende Übung kann das verdeutlichen: man stellt sich hin mit gutem Kontakt beider Fußsohlen zum Boden und kippt jetzt langsam nach hinten (ohne umzufallen), bis das Gewicht auf der Ferse landet. Die Zehen lösen sich leicht vom Boden. Mit offenen Augen betrachtet man jetzt eher die Decke (oder den Himmel). Um geradeaus  zu schauen muss man in dieser Haltung den Kopf nach vorn unten neigen – das ist der Moment, wo man genau spüren kann, in welchen Körperregionen Spannungen auftreten. Alternativ wird das Gewicht jetzt auf den Ballen verlagert, die Fersen können ganz leicht den Bodenkontakt verlieren und diesmal muss der Kopf angehoben werden, um geradeaus zu schauen. Nun läuft im Allgemeinen niemand in dieser Extremlage umher, aber in feineren Abstufungen schon.

Bei einer Absatzhöhe von mehr als 4,5 cm rutscht der Fuß im Schuh nach vorn und die Belastung auf dem Vorfuß steigt. So ist es durchaus möglich, dass im Laufe des Lebens die Schuhgröße um eine Nummer wächst oder der Fuß in die Breite geht. Die Vorfußbelastung sinkt bei der Übung „Fersen an den Po bringen“. Neigt man eher zur rückwärtigen Lage mit dem Gewicht auf den Fersen, werden Absatzhöhen am Schuh als angenehm empfunden. Diese Höhe geht aber oft mit dem „klackernden“ Gang einher. Das Gewicht wird von der Ferse genommen durch das Vorbeugen des Körpers, bis man mit den Fingerspitzen den Boden berühren kann. Unsere Füße benötigen ein ausgewogenes Verhältnis von Anforderung und Erholungspausen. Das Stehen stellt immer eine Anforderung dar, da hierbei verschiedenste Muskelgruppen aktiviert werden. Somit kommen bei uns Schuhträgern die Erholungsphasen für die Muskulatur zu kurz.

Folgendes kleines Übungsprogramm lässt sich gut in den Alltag integrieren: man geht eine Runde um den Tisch im Normalgang herum (Ferse aufsetzen – Außenkante – Ballen – Abdruck mit der Großzehe); anschließend eine Runde auf Zehenspitzen und eine Runde im Fersengang. Die Regelmäßigkeit bringt den Erfolg. Im Anschluss stellt man sich für 15 Sekunden in den Einbandstand (neben dem Tisch zum Festhalten bei Bedarf) und in einer Steigerungsstufe schließt man dabei die Augen. In der Erholungsphase sind die Füße für ein warmes Fußbad und/oder eine Einreibung dankbar.

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