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Long-COVID

Veröffentlicht am 29.04.2021

Die European Federation & Forum of Osteopathie (EFFO) veröffentlichte auf Ihrer Webseite ein Video des National Council for Osteopathic Research in UK (NCOR). Frau Prof. Dawn Carnes referierte zum Thema „living with COVID-19 or Long-COVID”. Es wurde auf Auswertungen der WHO sowie des European Centre of Disease Control mit Daten von Oktober 2020 sowie März 2021 Bezug genommen. Andauernde Symptome nach einer COVID-19 Erkrankung werden im medizinischen Sprachgebrauch als Long-COVID bezeichnet. 

Die Nachfolgeerkrankung nach einer akut überstandenen Infektion wird in long (bis zu 4 Wochen), post (4 – 12 Wochen) und persistent (länger als 12 Wochen) andauernder Symptomatik eingeteilt. 1 von 5 COVID-19-Erkrankten leidet bis zu 5 Wochen, jeder zehnte Erkrankte entwickelt eine andauernde Symptomatik über einen Zeitraum von mehr als 12 Wochen hinaus. Bezogen auf Deutschland bedeutet dies (Zeitpunkt der Veröffentlichung) bei registrierten 2.900.000 Infektionen eine Zahl von 290.000 Long-COVID-Patienten. Vieles in Bezug auf Long-COVID ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Es gibt verschiedene Symptomengruppen aus denen wiederum sehr differente Symptomenbilder resultieren. Die Schwere der COVID-19-Erkrankung allein stellt keinen Hinweis auf eine folgende Entwicklung des Long-COVID-Syndroms dar. Als Risikofaktoren und mögliche Ursachen werden der Ausgangszustand des Körpers zu Beginn der akuten Krankheitsphase (insb. höheres Lebensalter und erhöhter Body-Mass-Index) diskutiert. Weitere Faktoren wie die Stärke der Immunantwort des Körpers, die Viruslast, das Geschlecht und die psychische Konstellation werden in Hinblick auf die Ausbildung von Long-COVID untersucht. Zu den bisher beobachteten Symptomen zählen anhaltender Husten mit und ohne Atemnot, latentes Fieber < 38 °C, Kopf-, Muskel- und Brustschmerzen; Schwäche und verstärkte Müdigkeit sowie Hauteffloreszenzen und Symptomatiken im Magen-Darm-Trakt. Mittels MRT-Untersuchungen wurden an den Organen Lunge, Herz, Leber und Nieren die meisten Schäden festgestellt. Darüber hinaus erleben Long-COVID-Erkrankte einen signifikanten Einfluss auf ihr Sozialleben. Sie entwickeln teils psychische Symptome und zeigen eine Verringerung der kognitiven Fähigkeiten. Glücklicherweise hat sich bereits erwiesen, dass Long-COVID reversibel ist. Greenhalgh et al. veröffentlichten eine Studie, die belegt, dass eine ganzheitliche Betrachtung gekoppelt mit einer symptomatischen Behandlung sowie die Einhaltung von Ruhephasen und ansteigender Belastung langsam, aber stetig eine Genesung fördern.

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